: „Neue US-Zölle bedrohen Arbeitsplätze und Wirtschaft in unserer Region“
von IHK am 01.04.2025Kirschenmann: „Neue US-Zölle bedrohen Arbeitsplätze und Wirtschaft in unserer Region“
„Die Einführung neuer US-Zölle auf Automobile und Autoteile trifft unsere Region in besonderem Maße. Jeder fünfte Arbeitsplatz in unserem Kammerbezirk hängt direkt oder indirekt von der Automobilproduktion ab. Diese Maßnahmen gefährden nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität und zahlreiche Arbeitsplätze.” Mit diesen Worten kommentiert Andreas Kirschenmann, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW), zu dem ab 2. April von Präsident Donald Trump verhängten neuen Regelwerk.
Der IHKLW-Präsident unterstreicht, dass die regionale Automobilwirtschaft seit Jahrzehnten verlässliche Partner auf dem internationalen Markt sei. Protektionistische Handelsbarrieren wie die neuen US-Zölle schadeten nicht nur der deutschen und europäischen Wirtschaft, sondern auch den Verbrauchern und Unternehmen in den USA selbst. Das neue Zollregime würde zu höheren Preisen führen und die Auswahl für amerikanische Kunden verringern. “Letztlich schadet Präsident Trump seinem eigenen Volk,” so Kirschenmann.
Die wirtschaftspolitische Konsequenz ist für den IHKLW-Präsidenten klar: “Wir fordern die Bundesregierung und die Europäische Kommission auf, entschlossen für freien und fairen Handel einzutreten. Es gilt, durch diplomatische Gespräche und wirtschaftspolitische Maßnahmen eine Eskalation des Handelskonflikts zu verhindern. Gleichzeitig müssen wir in Europa weiterhin alles daransetzen, unsere Industrie zukunftsfähig aufzustellen, Innovationen zu fördern und neue Märkte zu erschließen."
Kirschenmann weiter: „Die vielfältige Automobilwirtschaft in unserer Region mit einem der weltgrößten Hersteller und dutzenden von leistungsfähigen Zulieferbetrieben stehen für Qualität, Innovation und Verlässlichkeit. Diese Stärken dürfen nicht durch politische Entscheidungen auf internationalen Märkten ausgebremst werden. Die IHK Lüneburg-Wolfsburg wird sich daher mit Nachdruck für faire Wettbewerbsbedingungen und den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen.”
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