Es darf gelächelt werden
von Carlo Eggeling am 02.04.2025Aufgespießt
Haltestelle
Wer heute etwas auf sich hält, macht Reklame für sich. Geht ganz einfach. Facebook, Instagram und für vermeintlich Wichtige LinkedIn bilden die Bühne. Wir erfahren von der neusten Frisur, dem gern fotografierten Essen, Urlaubsreisen nach Celle und Ceylon. Doch auch berufliche Großereignisse bespiegelt der eine und die andere gern. Strahlende Gesichter, frohe Botschaften von Besichtigungen und Tagungen. Die Welt würde viel versäumen, erführe sie nicht davon. Natürlich ist man damit viel moderner und weiter als die Zeitung, die doch ein wenig von gestern wirkt. Geblieben ist allerdings eins, die Langeweile von Gruppenbildern. Alle sehen aus, als ob sie auf den Bus warten, selbst wenn sie leuchten wollen wie frisch verliebt. Daumen hoch oder gar ein Herzchen -- mehr geht nicht. Hoffentlich kommt der Bus ziemlich schnell. carlo
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