Auftaktveranstaltung zum Klimaanpassungskonzept: Teilnehmende berichten von den Folgen des Klim
von Landkreis Lüneburg am 03.04.2025(lk) Wo und wie waren Bürgerinnen und Bürger von Starkregen oder Überschwemmungen betroffen? Wie werden Hitzetage und Trockenheit wahrgenommen? Um die Folgen des Klimawandels bestimmen zu können, arbeitet der Landkreis Lüneburg gemeinsam mit externen Dienstleistern an einem Klimaanpassungskonzept. Bei einem Workshop tauschten sich am 28. März gut sechzig Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute aus Forst, Wissenschaft, Tourismus und Unternehmen in der Ritterakademie zu ihren Erfahrungen mit dem Klimawandel aus. Ziel des Workshops war es, herauszufinden wo und in welchen Bereichen Mensch und Natur von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Die Ergebnisse fließen in die Entwicklung des Klimaanpassungskonzepts des Landkreises ein.
Eine erste Analyse zeigt, dass die Durchschnittstemperatur im Landkreis seit 1880 um etwa 1,7 Grad zugenommen hat. Dies ist spürbar durch häufigere Hitzetage und weniger Frostperioden. Beim Workshop sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkrete Beispiele für die Auswirkungen des Klimawandels. So wurde von Straßen berichtet, die auf Grund einer Dürre absackten, von einer Turnhalle und von Wohnhäusern, die bei Starkregen von Wassermassen unterspült wurden, von Insekten, die auf Grund der milden Winter nicht aussterben, und von Bächen, die auf Grund der Trockenheit kein Wasser führen. Paula Bäurich, Klimaanpassungsmanagerin der Kreisverwaltung, machte deutlich: „Der Schutz des Klimas ist wichtig, um den weiteren Anstieg der Temperatur zu vermeiden. Aber wir müssen uns auch den neuen klimatischen Gegebenheiten anpassen. Hier vor Ort können wir Lösungen für die drängenden Probleme schaffen.“
Um sich aktiv den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen, setzt der Landkreis bereits einige Maßnahmen zur Klimaanpassung um. Beispielsweise werden die Schulhöfe der weiterführenden Schulen entsiegelt. So kann Wasser an regenreichen Tagen versickern und das Grün sorgt an heißen Tagen für Abkühlung. Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises renaturiert Flüsse. Dadurch schafft sie Lebensraum für eine Vielfalt an Arten und reduziert die Hochwassergefahr. Das Klimaanpassungskonzept erfasst, welche Maßnahmen bereits umgesetzt werden und in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht. „Wir haben gemeinsam einige Probleme identifiziert, die sich aus dem Klimawandel jetzt schon im Landkreis zeigen. Darauf aufbauend können wir nun Maßnahmen entwickeln, um die Schäden und auch die Folgekosten möglichst gering zu halten“, sagt Janna Hoveida, Leiterin des Fachdiensts Klimaschutz, Kreisentwicklung, Wirtschaft.
Weitere Informationen zum Klimaanpassungskonzept finden Sie hier: https://www.landkreis-lueneburg.de/klimaanpassung
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